Sinfonia concertante Op. 68
Titel: "Sinfonia concertante Op. 68"
für Solovioline, Solobratsche, zwei Hörner und Streichorchester
Vorwort
Braunfels Musik für Solovioline, Solobratsche, zwei Hörner und Streichorchester, uraufgeführt in Hamburg unter Leitung von Eugen Jochum am 28. März 1947, erhielt erst nach dem Tod des Komponisten mit Sinfonia concertante ihren endgültigen Titel. Die ursprüngliche, neutralere Bezeichnung "Musik", die zur Zeit der Entstehung des Werks über den deutschsprachigen Raum hinaus Verwendung fand, stand für eine bewusste Distanzierung vom traditionellen Formenkanon. Dennoch einem Concerto grosso ähnlich, steht die virtuose Sinfonia als prächtiges Beispiel für den späten Stil des Komponisten und erklingt in einer modernen Tonsprache, welche in eigenständiger Manier die Grenzen der Romantik überschreitet. Durch die Konzentration der musikalischen Aussage der beiden Hörner aufs Notwendige treten die Bläser als eigene Klanggruppe aus dem Ensembleklang hervor, während die Solostreicher gut in die Streichergruppe integriert sind, aber in ihr eine führende Rolle übernehmen. In seiner Rezension schreibt Norbert Florian Schuck: "Die Instrumentationsphantasie des Komponisten ist so unerschöpflich, dass man mitunter kaum glauben mag, wie wenige Spieler hier tatsächlich beteiligt sind." Insbesondere den langsamen dritten Satz hält Frithjof Haas, ein ehemaliger Schüler des Komponisten: "in seiner zauberhaft romantischen Atmosphäre am typischsten für den persönlichen Stil des Komponisten". Über eine Aufführung des Werks in Karlsruhe unter Haas schreiben die Badischen Nachrichten: "Die unmittelbarste Wirkung geht zweifellos von dem stimmungsstarken Adagio aus, dessen harmonische Spannungsfelder feinen Klangreiz entfalten." Und Die Welt ergänzt: " Aus den langsamen Sätzen spricht das verklärte Pathos der Persönlichkeit, die sich in innerer und äußerer Bedrohung auf sich selbst zurückzieht."
Die Sinfonia concertante wurde 2018 für cpo vom Münchener Rundfunkorchester unter Ulf Schirmer mit den Solisten Henry Raudales (Violine), Norbert Merkl (Viola), Karl Reitmayer und Marc Ostertag (Horn) in Ersteinspielung auf Tonträger aufgenommen. In einer weiteren Veröffentlichung aus dem Jahre 2019 beim britischen Label Dutton Epoch mit dem BBC Concept Orchestra unter Johannes Wildner spielen Ernst Kovacic (Geige), Thomas Selditz (Viola) sowie Tom Rumsby und Tim Thorpe (Horn).
PD, 2026
| Ausgabe: | Studienpartitur |
|---|---|
| Besetzung: | Violine, Viola, 2 Hörner, Streichorchester |
| Erscheinungsjahr: | 2026 |
| Reihe: | Repertoire Explorer |
| Komponist: | Braunfels, Walter |
| EAN: | 2560001542278 |
| Verlag: | Musikproduktion Jürgen Höflich - MPH |
| Untertitel: | für Violine, Viola, 2 Hörner und Streichorchester |