Zimmermanns originale Konfigurationen sind natürlich beeinflusst vom strukturellen Denken Anton Weberns, schöpfen ihren klanglichen Reiz freilich zu einem guten Teil aus der äußerst differenzierten Handhabung von Resonanzen durch Pedaleffekte oder resonierende stumm angeschlagene Töne. Die Wirkungen sind überwiegend sehr subtile, es ist eine intime Musik für kleine Räume, nicht für große Säle – manche der Klangeffekte sind selbst für die Ausführenden gerade eben wahrnehmbar. Der originale Klavierpart der Konfigurationen wurde in Cristoph Maria Wagners Bearbeitung bis auf ganz wenige Ausnahmen belassen. Die Funktion der übrigen Instrumente besteht im Wesentlichen darin, entweder Vorgänge des Klaviers zu akzentuieren, zu färben – oder die angesprochenen Resonanzeffekte zu unterstreichen und deutlicher hörbar zu machen. An vielen Stellen übernimmt das Ensemble also die Funktion einer Art „Hallmaschine“. Dabei habe ich aus dem Spektrum der Resonanzklänge bewusst immer wieder konsonante Kombinationen herausgefiltert – die untergründige Klangsinnlichkeit der Originalfassung und ihre Orientierung am Obertonspektrum wird dadurch offensichtlicher. Die Auswahl und Anwendung der Schlaginstrumente ist in jedem der 8 kurzen Sätze geringfügig unterschiedlich, um so dem einzelnen Abschnitt eine je deutliche klangliche Charakteristik zu geben. Dabei wurden bewusst ausschließlich Schlaginstrumente verwendet, die Zimmermann selbst in seinen Werken wie z.B. den Soldaten verwendet hat.
Wie in allen reifen Kammermusikwerken tritt Ravel auch in seinem 1914 entstandenen Klaviertrio als Erneuerer traditioneller Formen und Techniken auf. So entspricht der „Passacaglia“-Satz dem zugrunde liegenden Schema aus der Barockzeit. Die Musik selbst hingegen, so äußerte Ravel, sei „wie von Saint-Saëns“, was sicher ironisch gemeint war. Denn die historisierende Schablone dient ihm nur als Rahmen für tonsprachliche Experimente: vom stetigen Pendeln zwischen Dur und Moll bis hin zu Kombinationen und Überlagerungen verschiedenartiger Metren. Für unsere Ausgabe dieses technisch äußerst anspruchsvollen Werkes konnte der renommierte französische Pianist Pascal Rogé als Fingersetzer gewonnen werden.?
Comprised of works from Volumes 1, 2, and 3 of the Suzuki Violin School, which have been arranged for string quartet by violinist/arranger Joseph Knaus. With lower string parts providing melodic and rhythmic counterpoint to set off the simple melodies (which match the Suzuki Method® repertoire), these quartets are nevertheless simple enough for beginning level players ready for their first chamber music experience. String Quartets for Beginning Ensembles are sold in sets including full score and one part book per instrument. Volume 2 contents are: Chorus from Judas Maccabaeus (Handel) * Long, Long Ago (Key of G) (Bayly) * Waltz (Brahms) * Bourrée from Sonata in F Major for Oboe, HHA IV/18, No. 8 (Handel) * The Two Grenadiers, Die beiden Grenadier, Op. 49, No. 1 (Schumann) * Theme from Witches' Dance (Paganini) * Gavotte from Mignon (Thomas) * Gavotte (Lully) * Minuet in G, Wo0, No. 2 (Beethoven) * Minuet from Sei Quintetti per Archi No. 11, Op. 11, No. 5 (Boccherini). A Federation Festivals 2020-2024 selection.
Disney for Days Bring the magic of Disney to your next duet performance with Disney Songs for Violin and Cello Duet. Designed for players familiar with first position and comfortable with basic rhythms, this collection offers balanced parts for two string musicians. Whether you're practicing for lessons, performing at recitals, or playing for the joy of it, these duets are just what you and a fellow instrumentalist need! Enjoy timeless classics and modern hits, all arranged to encourage collaborative playing. String Duet Series Hal Leonard has a collection of string books which are designed for duet play. These editions let violinists (and other string instruments) trade melodies and harmonies for a fun, balanced ensemble experience. Each two-page arrangement is designed to make playing approachable and rewarding for both musicians. While this version is arranged for a violinist and cellist, check out the rest of the series for other variations. Do You Want to Build Your Repertoire? Including 30 beloved tracks, this songbook captures the heart of Disney across generations. Shake off a bad day with the catchy “Let It Go,” plan your next trip with “A Whole New World,” and try not to shed a tear to “Remember Me (Ernesto de la Cruz).” Relish in the joy and nostalgia of Disney music with these hits: Beauty and the Beast • Can You Feel the Love Tonight • Colors of the Wind • A Dream Is a Wish Your Heart Makes • How Far I'll Go • Part of Your World • Reflection • Some Day My Prince Will Come • A Spoonful of Sugar • We Don't Talk About Bruno • When You Wish upon a Star • Winnie the Pooh • You'll Be in My Heart (Pop Version) • and more.
„Abends spielten wir Roberts Es dur Quartett … und ich war wahrhaft entzückt wieder von diesem schönen Werke, das so jugendlich“, so schwärmte Clara Schumann 1842. Vorbereitend hatte Schumann Streichquartette der Wiener Klassiker studiert. Im Quartett sind daher alle Stimmen betont kammermusikalisch gleichberechtigt und durchdringen sich zu einem famosen Ensemble. Wegen der verzweigten Quellenlage enthält unsere Urtextausgabe einen ausführlichen Kritischen Kommentar. Die Violoncellostimme kommt der Musizierpraxis durch eine Klapptafel besonders entgegen. Im „Kammermusikjahr“ Schumanns entstanden das Klavierquartett und das Klavierquintett op. 44, die als „Schwesterwerke“ bezeichnet werden. Wir veröffentlichten deshalb im „Schumann“-Jahr 2006 beide zugleich.?
„Weil ich alles mit vier Stimmen ausdrücken kann“ – so soll Haydn auf die Frage geantwortet haben, warum er kein Streichquintett komponiert habe. Mozart sah das anders. Gleich sechsmal widmete er sich dieser Königsdisziplin und bedachte dabei gerade die beiden Violen mit wichtigen Partien. Nach Band II, der die drei meistgespielten Quintette enthält, legen wir allen Ensembles nun Mozarts Quintett-Erstling KV 174 ans Herz, bevor 2008 der dritte Band erscheint. Die Herausgeber konnten sich dabei auf das – heute wieder zugängliche – Autograph stützen. Es zeugt von Mozarts intensiver kompositorischer Auseinandersetzung, dass er Menuett und Finale des Werkes in einem zweiten Anlauf völlig neu komponierte. Die Erstfassungen der beiden Sätze im Anhang unserer Ausgabe regen zu einem aufschlussreichen Vergleich an.?
Im Mozart-Jahr 2006 eröffnet Henle die Herausgabe der auf drei Bände angelegten Urtextausgabe (Stimmen und Studienpartituren) aller Streichquintette Mozarts. Am Beginn steht Band II mit den bekanntesten und meistgespielten Quintetten in C-dur (KV 515), g-moll (KV 516) und c-moll (KV 406/516b) aus dem Jahr 1787. Diese Urtext-Ausgabe birgt eine kleine Sensation. Sie kann erstmals eine bislang unbekannte Quelle auswerten: Unlängst fand nämlich Ernst Herttrich, einer der beiden Herausgeber, handschriftliches Stimmenmaterial zu diesen Werken, das Ergänzungen von Mozarts Hand aufweist – vor allem zur Dynamik und Artikulation.
Der 18-jährige Debussy komponierte dieses Werk im Sommer 1880 in Fiesole in Italien als musikalischer Reisebegleiter von Nadeshda von Meck, der bekannten Tschaikowsky-Gönnerin. Der Großteil des autographen Materials galt als verschollen und wurde erst nach mehr als 100 Jahren 1982 im Nachlass des Debussy-Schülers Maurice Dumesnil entdeckt. Als die Erstausgabe 1986 bei Henle erschienen war, nahm die Musikwelt das Trio mit großer Zustimmung auf. Die Ensembles stürzten sich geradezu auf den Fund, zahlreiche Einspielungen folgten. Obwohl formalen Konventionen verpflichtet, überrascht das Werk durch melodische Frische und für Debussy typische Tonfälle und Wendungen.