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Streichquartette op. 59, 74, 95
68,00 €*
Die fünf in diesem Band vereinigten Streichquartette Beethovens werden allgemein als „die mittleren Quartette“ apostrophiert, obwohl sie stilistisch keineswegs eine geschlossene Einheit bilden. Zwischen der Entstehung der drei Quartette op. 59 (1806) und des Quartetts op. 74 (1809/10) liegen denn auch mehr als drei Jahre. In die Quartette op. 59 streute Beethoven einige russische Volksliedthemen ein – eine Hommage an Fürst Rasumowsky, der die Werke bei ihm in Auftrag gegeben hatte. Sie werden daher oft auch als „russische Quartette“ bezeichnet. Auch das nächste Quartett, Op. 74 in Es-dur, erhielt einen Beinamen: Wegen einiger längerer Pizzicato-Passagen im ersten Satz nennt man es oft „Harfenquartett“. Das f-moll-Quartett schließlich, Op. 95, trägt im Autograph den Titel „Quartett serioso“. Alle Quartette sind reife Meisterwerke, die hohe interpretatorische und technische Ansprüche stellen.
Verklärte Nacht für Streichsextett op. 4
28,80 €*
1899 war Arnold Schönberg 25 Jahre alt, als er sich von Richard Dehmels (1863–1920) gleichnamiger Dichtung, sowie von seiner Liebe zu Mathilde von Zemlinsky zur Komposition eines Streichsextetts inspirieren ließ. Die Uraufführung von Verklärte Nacht fand 1902 statt – es spielten das Rosé Quartett, Franz Jelinek sowie der Komponist Franz Schmidt. Verklärte Nacht ist spätromantische Musik, eine von Arnold Schönbergs populärsten und meist gespielten Kompositionen.Der neu gestochene Notentext liegt der Arnold Schönberg Gesamtausgabe zugrunde.
Streichquartett
34,00 €*
Unmittelbares Vorbild für dieses erste bedeutende Kammermusikwerk Ravels war das Streichquartett Debussys von 1892/93. Dennoch treten in der 1902/03 entstandenen Komposition bereits unverkennbar Merkmale hervor, die für spätere Ravel-Werke charakteristisch sind: hochentwickelter Klangsinn, unerwartete Harmonisierungen der melodischen Linie, zyklische Verzahnung der Motive und Themen. Ravel sah das Quartett offenbar als eine Art Abschluss seiner Lehrzeit am Pariser Konservatorium an und widmete es seinem verehrten Lehrer Gabriel Fauré. Mit der Urtextausgabe von Ravels Streichquartett auf der Basis aller verfügbaren Quellen wird eine schmerzliche Lücke in Henles Streichquartett-Programm geschlossen – wie immer in zweifacher Form: als Stimmensatz und Studien-Edition.
Streichquartett e-Moll
26,00 €*
Der Name Verdi ist im Bewusstsein der Musikwelt so fest mit seinem Opernschaffen verbunden, dass die Beiträge zu anderen Gattungen leicht übersehen werden. Sein einziges Kammermusikwerk verdankt sich einer Zwangspause in Neapel im Frühjahr 1873 wegen verschobener Opernproben, die der Komponist zur großen Überraschung seines Umfelds zur Niederschrift eines Streichquartetts nutzte. Trotz der Orientierung an den Quartetten der Wiener Klassik gelingt Verdi ein eigenständiger, origineller Beitrag zu dieser Gattung, der mit zahlreichen melodischen, harmonischen und kontrapunktischen Finessen keinen Zweifel am kompositorischen Anspruch lässt. Die italienische Erstausgabe dient als Grundlage der Henle-Urtextausgabe, für die aber auch wichtige Nebenquellen wie das Partiturautograph oder die französische Erstausgabe herangezogen werden.