15 Intermediate Classical Solos gehört zur bewährten Anglo Music Play-Along Reihe und richtet sich an Schüler, die ungefähr einen Tonumfang von eineinhalb Oktaven beherrschen. Es schließt an Sparkes 15 Easy Classical Solos an und entspricht dem Niveau des Expert Levels der ESSENTIAL ELEMENTS Methode von Hal Leonard, kann aber auch unabhängig davon verwendet werden. Genau auf jedes Instrument zugeschnitten, ermöglichen die sorgfältig ausgewählten Melodien noch mehr Spielerfahrung mit klassischer Musik. Die Stücke umfassen verschiedene Stilrichtungen und Komponisten wie z. B. Händel, Tschaikowsky, Clementi und Brahms. Jeder Band bietet wertvolles Ergänzungsmaterial, das zu jeder Instrumentalschule passt, und enthält sowohl Klavierbegleitungen als auch Demo- und Mitspielaufnahmen, die online im MP3-Format verfügbar sind.
Der französische Hornist Henri Kling gab für Breitkopf & Härtel die Hornkonzerte Mozarts heraus. Dabei erstellte er die Klavierauszüge selbst und bezeichnete die Solostimmen. In späteren Auflagen wurden die Ausgaben durch eine zusätzliche F-Hornstimme ergänzt, womit sie für die Musizierpraxis ideal geeignet sind.
Skrjabin ist heute vor allem für seine mystisch-visionären Klavierwerke bekannt, komponierte in jungen Jahren mit seiner Hornromanze aber auch ein bezauberndes Stück Kammermusik. Der technisch nicht schwere Hornpart zusammen mit der schwelgerischen Klavierbegleitung machen aus der Romance ein wirkungsvolles Vortragsstück schon für Schüler. Da das Werk zu Lebzeiten des Komponisten nicht im Druck erschien, stellt das Autograph die einzige Quelle für unsere Edition dar. Unsere Ausgabe entstand in Zusammenarbeit mit der Moskauer Skrjabin-Expertin Valentina Rubcova.
Der Däne Carl Nielsen gehört zu den originellsten Komponisten des beginnenden 20. Jahrhunderts. Ausgehend von der deutschen romantischen Tradition fand er vor allem mit seinen heute noch viel gespielten Symphonien zu einer ganz individuellen Tonsprache, widmete sich aber auch häufig kammermusikalischen Besetzungen. Canto serioso wurde ursprünglich als Prüfungsstück für das Kopenhagener Opernorchester geschrieben, wo die Stelle eines tiefen Hornisten neu zu besetzen war. Dementsprechend kostet Nielsens ausdrucksvolle, nicht zu lange Komposition besonders das tiefe Register und die sonore Mittellage des Instruments aus. Eine willkommene Bereicherung des spätromantischen Hornrepertoires!
Camille Saint-Saëns verfasste seine beiden Horn-Romanzen für zwei der angesehensten französischen Hornisten seiner Zeit: Opus 67 in E-dur aus dem Jahr 1866 ist Henri Chaussier gewidmet, das 1874 entstandene Opus 36 in F-dur schrieb er für Henri Garigue. Trotz der illustren Adressaten handelt es sich nicht um virtuose Paradestücke, sondern – wie es die Bezeichnung Romance nahelegt – um kurze „Lieder ohne Worte“, die den typisch romantischen Ton des Horns voll auskosten. Neben der Orchesterfassung verfasste Saint-Saëns auch eine Klavierbegleitung für den kammermusikalischen Vortrag. Aufgrund der nicht allzu großen technischen Schwierigkeiten eignen sich die Romanzen bereits für fortgeschrittene Schüler.
Mit seinem 1. Hornkonzert gelang dem erst 18-jährigen Richard Strauss ein hinreißender Geniestreich. Bis heute wird das Konzert auf der ganzen Welt (nicht nur) von Hornisten geliebt und zählt neben Mozarts Meisterwerken zu den unverzichtbaren Repertoirestücken für das Instrument. Peter Damm, ehemaliger Solohornist der Sächsischen Staatskapelle Dresden und Solist von Weltrang, hat das Konzert nicht nur über 170-mal selbst öffentlich aufgeführt, sondern auch grundlegende Forschungsergebnisse und Publikationen zu seiner Entstehungsgeschichte vorgelegt. Die von ihm herausgegebene Urtextausgabe, die sämtliche erhaltenen Quellen berücksichtigt, kann somit als Referenz-Edition angesehen werden. Zum Einstudieren im Unterricht und für Vorspiele ist der besonders gut spielbare Klavierauszug von Johannes Umbreit eine große Hilfe.
Alexander Glasunow war als Komponist in der spätromantischen Symphonik ebenso zuhause wie in der kammermusikalischen Form. Seine kürzeren Solostücke bestechen durch hinreißende Melodik und Liebe zum Detail – so auch die Rêverie für Horn und Klavier. Glasunow selbst war ein guter Hornspieler und wirkte als junger Student in mehreren Orchestern mit. Aus jener Zeit stammt dieses hochromantische Werk, in dem Glasunow die sanglichen Vorzüge des Instruments bestens zur Geltung bringt. Ein wirkungsvolles Vortragsstück auch schon für fortgeschrittene Schüler, das wir hier erstmals im Urtext präsentieren; neben der Erstausgabe berücksichtigen wir auch erstmals Glasunows Autograph in der St. Petersburger Nationalbibliothek.
Im Sommer 1888, während er auch an seiner Tondichtung Don Juan arbeitete, komponierte Richard Strauss dieses kurze Andante für seinen Vater Franz Strauss, Mitglied der Münchner Hofoper und einer der größten Hornisten seiner Zeit. Das Andante war als langsamer Satz „einer noch unvollendeten“ Sonate vorgesehen, die Strauss aber (zum Bedauern aller Hornisten) niemals komponierte. So blieb das Stück bis 1973 unveröffentlicht. Für die neue Urtextausgabe des G. Henle Verlags konnte das Autograph in der Münchner Stadtbibliothek im Original eingesehen werden. Das Andante ist nur von mittlerer Schwierigkeit und eignet sich ideal für den Unterricht und als wirkungsvolles romantisches Vortragsstück.