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Notenbuch für Wolfgang Amadeus Mozart

Titel: "Notenbuch für Wolfgang Amadeus Mozart"

Leopold Mozart: „Notenbuch für Wolfgang Amadeus Mozart“ Dieser Band für Altblockflöte und Klavier beinhaltet die 20 wohl schönsten Sätze aus Leopold Mozarts „Notenbuch“, das er seinem Sohne Wolfgang zu dessen 7. Namenstag schenkte. Als erfahrener Musikpädagoge hatte er mit dieser Sammlung ausgezeichneter Kompositionen verschiedener Komponisten den musikalischen Sinn seines Sohnes geschult. Das Notenbuch enthält Tanzsätze, die Kinder hervorragend ansprechen und motivieren. Die Klavierstimme hat eine eigene musikalische Aussage. Sie entspricht im technischen Anspruch der Flötenstimme. Inhalt: 1. Polonaise 2. Mourqui 3. Entrée 4. Bourrée 5. Sarabande 6. Schwaben-Tanz 7. Menuet di Telemann 8. Menuet 9. Bourrée 10. Passepied 11. Menuet 12. Jägerlied 13. Gigue 14. Menuet di Melante 15. Menuet 16. Aria 17. Bourlesq 18. March du Bredau 19. Aria 20. Menuet 1908 erschien ein Aufsatz von Rudolph Genée mit dem Titel „Mozarts musikalische Erziehung und ein bisher unbekannt gebliebenes Notenbuch von Leopold Mozart“. Hier wird auf die Existenz des Notenbuchs für Wolfgang Amadeus Mozart aufmerksam gemacht, das ein Dr. Richard von den Velden 1896 offenbar im Besitz eines Mainzer Hotelwirtes fand, der es seinerseits von einem heruntergekommenen Sammler oder Musiker zur Begleichung seiner Zechschulden erhalten hatte. Früheres über das Notenbuch ist nicht bekannt. Neben diesen dürftigen Hinweisen zur Geschichte der Handschrift teilt Genée die folgende Widmung (als Faksimile) mit: Meinem lieben Sohne Wolfgang Amadée zu seinem sechsten Namens- Tage von seinem Vater Leopold Mozart Salzburg 31 Okt. 1762. Inzwischen gilt das Originalmanuskript des Notenbuchs als verschollen. Die erste und einzige Neuveröffentlichung des gesamten Notenbuchs von Hermann Abert 1922 in Leipzig diente unserer Ausgabe als Vorlage. Die neuere Forschung hegt wegen verschiedener Ungereimtheiten Zweifel an der Echtheit der Handschrift. So befanden sich Leopold und Wolfgang Mozart an dem in der Widmung genannten Termin nicht in Salzburg, sondern in Wien. Außerdem stimmt zumindest die Handschrift der Widmung - die Notenseiten sin im Original ja nicht mehr vorhanden - nicht mit bekannten authentischen Schriftproben Leopold Mozarts überein. Schließlich ist die Namensform „Wolfgang Amadée“ erst ab 1777 bekannt. Doch scheinen mir derartige Überlegungen zur Frage Original, Kopie oder Fälschung müßig. Als Sammlung von „Lieblingsstücken“ verschiedener Komponisten ist das Notenbuch ein typisches Zeugnis der Hausmusik jener Zeit. Zugleich sieht es einem hervorragenden Pädagogen wie Leopold Mozart ähnlich, mit kindgemäßen Tänzen musikalisches Verständnis und Geschmack seines Schülers zu schärfen und zu vertiefen. Das Notenbuch notiert die Melodiestimme und den unbezifferten Bass, der als harmonische Ergänzung ausgesetzt werden musste. Der gesamte Stoff ist in Suiten aufgeteilt mit den planmäßig gewählten Tonarten C-Dur, c-moll, D-Dur, d-moll, Es-Dur, E-Dur, e-moll, F-Dur, f-moll, G-Dur, g-moll, A-Dur, a-moll, B-Dur, h-moll. Hier, wie auch beim offensichtlichen Vorbild J. S. Bach, dessen Inventionen dieselben Tonarten durchlaufen, sollte der Schüler in die damals gebräuchlichen Tonarten eingefürht werden. Die alte, strenge Form der Suite mit den Sätzen Allemande, Courante, Sarabande und Gigue ist allerdings aufgelöst. In freier Willkür werden nun einzelne beliebte Tanzsätze aneinander gereiht. Allen voran das Menuett, das so beliebt war, dass es sich als einziger Suitensatz sogar in die neue Sonate oder Sinfonie hinüber retten konnte. Die vorliegende Ausgabe gibt einzelne Sätze in freier Reihenfolge wieder. Die Tonarten wurden nach der leichteren Spielbarkeit auf der Blockflöte ausgewählt. Die beiden originalen Außenstimmen werden wörtlich wiedergegeben. Die harmonische Ergänzung ist ein Vorschlag des Herausgebers für die rechte Hand des Klaviers. Dabei wurde bewusst die einstimmige melodische Linie gegenüber der vollgriffigen Harmonie bevorzugt. Klanglich sinnvoll sowie historisch korrekt ist die Verwendung eines Cembalos als Tasteninstrument. Den Bass sollte dann ein Cello mitspielen, auf dem die mitunter auftauchenden Oktavtremoli nicht ausgeführt werden. So wie das Original möchte auch unsere Ausgabe neben dem pädagogischen Zweck Freude an den kleinen Sätzen vermitteln.
Besetzung: Altblockflöte, Klavier
Komponist: Mozart, Leopold
EAN: 2560001702528
Verlag: Musikverlag Bornmann