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6 Trios op. 133, Band 1, Trios 1-3

Titel: "6 Trios op. 133, Band 1, Trios 1-3"

MVB 64E1: James Hook: 6 Trios op. 133, Band 1, Trios 1 - 3, (Einzelstimme 1) Große, anspruchsvolle Trios. Tolle Musik für Alt-, Tenor- und Bassblockflöte (Trio VI für ABB). Jeweils die dritte Stimme dieser zugleich genialen und kurzweiligen Musik schrieb Hook im Original für die damals (1811) gerade neu erfundene "Patent Voice Flute", von der heute nur noch ein einziges Exemplar existiert. Dieses ist in dem interessanten Vorwort der Partitur abgebildet. Die Partitur MVB 64 wird ohne Einzelstimmen geliefert. Dies ist die Einzelstimme 1. James Hook (*1746 in Norwich, +1827 in Boulogne) spielte als Wunderkind schon mit 4 Jahren Spinett, mit 6 Jahren gab er bereits öffentliche Konzerte. Hook hatte u.a. Unterricht bei Charles Burney, einem der bedeutendsten Musikgelehrten Englands jener Zeit. Burney wohnte damals in King's Lynn (Norfolk) und hatte seine beiden "Musikalischen Reisen" nach dem europäischen Festland noch nicht unternommen. Als Elfjähriger verlor Hook seinen Vater und beschloss, sich seinen Lebensunterhalt mit Musik zu verdienen: er spielte zahlreiche Konzerte, schrieb Kompositionen und unterrichtete Gitarre, Klavier, Violine und Querflöte. Als Komponist war Hook äußerst fruchtbar. Neben seiner Klavierschule "Guida di Musica" beinhalten seine sehr zahlreichen Kompositionen Werke fast sämtlicher musikalischer Genres: Instrumentalsoli, Duette, Trios, Klavierwerke mit und ohne Begleitung, Sinfonische Werke, Konzerte, (fast 2500) Lieder, mehrstimmige Gesänge, Dramatische Werke, ja sogar ein Oratorium. Die 6 Trios op. 133 schrieb Hook für 2 Querflöten mit Begleitung einer "Patent Voice Flute" (Trio VI für 1 Quer- und 2 Voice Flutes). Diese "Voice Flute" (nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Blockflöte in d') geht zurück auf eine im Jahr 1810 von Malcolm MacGregor, einem Londoner Instrumentenbauer, entwickelte und von ihm patentierte Bass-Querflöte. Waren frühere Bass-Flöten wegen ihrer Länge unhandlich, so konnten auf der von MacGregor entwickelten Flöte mit vier Teilen, die eine gebogene Luftsäule und sechs Klappen hatte, die unteren Löcher leichter gegriffen werden. Die hieraus erweiterte "Voice Flute" stand in a, war 67 cm lang und hatte zusätzlich ein mit einem schwingenden Membran bedecktes Loch von 15 mm Durchmesser in Höhe der ersten Klappe. Wie bei einem Kazoo schwingt dieses Membran beim Spielen mit, verstärkt den ursprünglichen Ton und gibt ihm eine nasale Verfärbung. Der Name "Voice Flute" wird hierdurch verständlich. Es ist nicht bekannt, wieviele derartige Instrumente gebaut wurden. Heute ist nur ein einziges Exemplar aus Buchsbaum mit Elfenbein erhalten (s. Bild), das früher zur Francis W. Galpin-Sammlung gehörte und nun im Boston Museum of Fine Arts, USA liegt. In seinen Trios ("Composed Expressly to Introduce the New Patent Flute") notiert Hook die Stimme der "Voice Flute" eine Quinte tiefer. So konnte sie transponierend wie eine normale Traversflöte in d' gegriffen werden. Unsere Ausgabe gibt die sechs Trios in einer Fassung für Alt-, Tenor- und Bassblockflöte (Trio VI für 1 Alt- und 2 Bassblockflöten) ungekürzt wieder. Die originalen Querflöten-Tonarten wurden um eine große Sekunde (Trio VI um eine große Terz) nach unten transponiert. Sämtliche Angaben zur Artikulation sowie die dynamischen Zeichen wurden übernommen bzw. sinngemäß in Klammern ergänzt. Ebenso stammen die Bindungen von Hook, ergänzende Bögen sind punktiert dargestellt. Die Bindungen beziehen sich allerdings auf die Querflöte. Auf der Blockflöte wird man hier sparsamer umgehen.
Besetzung: MVB 64, Einzelstimme - 1. Stimme
Komponist: Hook, James
EAN: 2560001702801
Verlag: Musikverlag Bornmann