Das Klavierkonzert in a-moll sticht aus dem Schaffen Edvard Griegs hervor. Neben diesem berühmten Konzert hat er nur wenige andere großbesetzte Orchesterwerke komponiert. Schon zu Griegs Lebzeiten gab es aufgrund seiner Popularität viele Aufführungen, auch vom Komponisten selbst. So verwundert es nicht, dass Grieg bis ins Jahr 1907 vielfache Änderungen an der Partitur vornahm. Dabei blieben aber Umfang, Form und Substanz des Konzerts völlig unverändert. Die Eingriffe in den Klavierpart betreffen im Wesentlichen Feinheiten der Nuancierung und nur an ganz wenigen Stellen Änderungen im Notentext. Anders verhält es sich mit der Orchestrierung. Hier war Grieg experimentierfreudig und feilte bis zuletzt am Orchesterklang. Melodien werden in andere Instrumente verlegt, Begleitakkorde der Streicher neu aufgebaut, und vor allem ändert sich die Besetzungsliste der Instrumente. Hauptquelle der Urtext-Ausgabe von Ernst-Günter Heinemann ist die Neuausgabe der Partitur, erschienen 1907 bei C. F. Peters, also einige Jahre nach der Erstausgabe von 1872. Die Änderungen, die Grieg bis zu seinem Tod an dem Konzert vorgenommen hat, werden bei der vorliegenden Edition berücksichtigt.
Diese Henle-Urtextausgabe steckt voller Fehler! Das können wir ganz gelassen zugeben, denn alle schrägen Töne stammen von Mozart höchstpersönlich – er hat sie ganz bewusst in seinen Musikalischen Spaß eingebaut. Mozart parodiert in diesem amüsanten Schelmenstück in erster Linie aber nicht die falschspielenden Musiker (der später hinzugedichtete Titel „Dorfmusikanten-Sextett“ stammt nicht von ihm). Vielmehr verfasste er mit diesem kammermusikalischen Spaß einen bösen Seitenhieb auf dilettantische Komponisten-Kollegen seiner Zeit, deren Einfallslosigkeit und ungeschickte Satztechnik hier gnadenlos vorgeführt werden. Ein musikalisch-intellektuelles Vergnügen für heutige Musiker und Zuhörer gleichermaßen, nun zum ersten Mal in echter Urtext-Qualität aufführbar. Mit der vorliegenden Ausgabe für Kammerorchester ist dem „Spaß“ keine Besetzungs-Grenze gesetzt – solistisch besetzte Ensembles können auf die Sextett-Ausgabe HN 1281 zurückgreifen.
Schumanns 3. Symphonie entstand binnen weniger Wochen Ende 1850. Das Werk wurde am 6. Februar 1851 in Düsseldorf unter Leitung des Komponisten uraufgeführt. Der Beiname „Rheinische Symphonie“ geht wohl auf Wilhelm Josef von Wasielewski, dessen Schumann-Biographie erstmals 1858 erschien, zurück. Die vorliegende Neuausgabe stützt sich auf den Erstdruck.
Kurz nach einer recht erfolglosen Aufführung seines ersten Klavierkonzertes, schrieb Johannes Brahms 1859 an Joseph Joachim: „… ein zweites soll schon anders lauten“. Bis jenes zweite Konzert Gestalt annahm, vergingen noch rund 20 Jahre, und erst 1881 meldete der Komponist: „Erzählen will ich, dass ich ein ganz ein kleines Klavierkonzert geschrieben mit einem ganz einem kleinen zarten Scherzo“. Unsere Studien-Edition dieses keineswegs kleinen, symphonischen Konzertes beruht auf dem Notentext des kürzlich erschienenen Bandes der Brahms-Gesamtausgabe (HN 6020). Sie ist ein Pendant zu unserem Klavierauszug (HN 1231) und bietet jedem, der die komplexe Partitur dieses großen Klavierkonzertes studieren möchte, eine ideale, praktische und preisgünstige Grundlage.
Als Beethoven 1809 vom Wiener Burgtheater den Auftrag erhielt, eine Bühnenmusik zu Goethes Trauerspiel „Egmont“ zu komponieren, empfand er dies als große Ehre. Der Anreiz dürfte umso stärker gewesen sein, als das Drama um den niederländischen Adligen, der Opfer einer Intrige der spanischen Herrscher wird, von vornherein an mehreren Stellen Musik vorsieht. Beethoven betonte später mehrfach, er habe von der Theaterdirektion kein Honorar erhalten, sondern diese Musik „bloß aus Liebe zum Dichter geschrieben“. Schon früh bahnte sich eine Trennung der Ouvertüre von der übrigen Schauspielmusik an; sie erschien separat im Druck und wurde bald als vom Trauerspiel unabhängiges Konzertstück aufgeführt. Sie erscheint nun als Studien-Edition auf der Basis des Notentexts der Beethoven-Gesamtausgabe mit einem neuen Vorwort.
Für seine einzige Oper „Leonore“/„Fidelio“ schrieb Beethoven insgesamt vier Ouvertüren. Die sogenannte Leonoren-Ouvertüre Nr. 1 ist chronologisch die dritte der Serie und entstand 1806/07 für eine nicht zustande gekommene Aufführung der „Leonore“ in Prag. Lange Zeit galt sie fälschlich als von Beethoven verworfener Vorgänger der Leonoren-Ouvertüre Nr. 2, was ihrer Rezeption sehr geschadet hat. Dabei lohnt sich ein unvoreingenommener Blick auf diese gegenüber den Nummern 2 und 3 wesentlich kürzere Ouvertüre, setzt sie doch mit ihrem mehr lyrischen als dramatischen Charakter einen neuen Akzent in Beethovens Ringen um das ideale Eröffnungsstück für sein Bühnenwerk. Sie erscheint nun als Studien-Edition auf der Basis des Notentexts der Beethoven-Gesamtausgabe mit einem neuen Vorwort.
Für seine einzige Oper „Leonore“/„Fidelio“ schrieb Beethoven insgesamt vier Ouvertüren. Die sogenannte Leonoren-Ouvertüre Nr. 2 ist chronologisch die erste der Serie und entstand 1805 für die Uraufführung der Oper in Wien. Sie folgt dem Konzept einer Zusammenfassung der wesentlichen Momente des nachfolgenden Bühnenwerks und verzichtet auf eine formale Abrundung mittels Wiederaufnahme der Exposition. Vielmehr führt das zweimal erklingende Trompetensignal, das in der Oper die Lösung des Konflikts andeutet, hier direkt zur Überleitung in die Coda. Die Ouvertüre erscheint nun als Studien-Edition auf der Basis des Notentexts der Beethoven-Gesamtausgabe mit einem neuen Vorwort.
Für seine einzige Oper Leonore/Fidelio schrieb Beethoven insgesamt vier Ouvertüren. Die sogenannte Leonore-Ouvertüre Nr. 3 ist chronologisch die zweite der Serie und wohl die meistgespielte aller Ouvertüren Beethovens. Schon zu seinen Lebzeiten erklang sie nicht nur auf dem Theater, sondern auch im Konzert, und begründete so mit der Coriolan- und der Egmont-Ouvertüre die neue Gattung der Konzertouvertüre. Um die Mitte des 19. Jahrhunderts als Meisterwerk anerkannt, avancierte sie nach dem Zeugnis von Beethovens Biograph Anton Schindler zum „erklärten Liebling aller Orchester“. Sie erscheint nun als Studien-Edition auf der Basis des Notentexts der Beethoven-Gesamtausgabe mit einem eigens erstellten Vorwort.
Joseph Haydns sogenannte Pariser Sinfonien entstanden 1785 und 1786 für die Pariser Freimaurerloge Société Olympique, die ein großes Orchester unterhielt und regelmäßig Konzerte veranstaltete. Kunstvolle motivische Arbeit und spielerischer Witz zeichnen die sechs Werke aus, in denen Haydn dem anspruchsvollen Geschmack des Pariser Publikums und den ausgezeichneten Fähigkeiten der Musiker seinen Tribut zollt. Durch Druckausgaben in Paris, Wien und London wurden die sechs Sinfonien schnell europaweit bekannt und beliebt. Die 1786 entstandende C-dur-Sinfonie verdankt ihren Beinamen „L’Ours“ (Der Bär) dem Finalsatz, dessen dudelsackartig „brummende“ Begleitstimmen bei Haydns Zeitgenossen wohl das Bild eines Tanzbären hervorriefen. Die Studien-Edition übernimmt den Notentext der Haydn-Gesamtausgabe und bürgt somit für höchste wissenschaftliche Qualität. Ein informatives Vorwort und ein kurzer Kritischer Bericht machen die handliche Partitur zum idealen Begleiter für alle Haydn-Fans und solche, die es werden wollen.
Joseph Haydns sogenannte Pariser Sinfonien entstanden 1785 und 1786 für die Pariser Freimaurerloge Société Olympique, die ein großes Orchester unterhielt und regelmäßig Konzerte veranstaltete. Kunstvolle motivische Arbeit und spielerischer Witz zeichnen die sechs Werke aus, in denen Haydn dem anspruchsvollen Geschmack des Pariser Publikums und den ausgezeichneten Fähigkeiten der Musiker seinen Tribut zollt. Durch Druckausgaben in Paris, Wien und London wurden die sechs Sinfonien schnell europaweit bekannt und beliebt. Die Sinfonie 83, das einzige Werk in einer Molltonart unter den Pariser Sinfonien, erhielt ihren Beinamen „La Poule“ (Die Henne) nicht von Haydn. Hört man den Einwurf der Oboe im Seitenthema des 1. Satzes, drängt sich diese Assoziation jedoch förmlich auf. Die Studien-Edition übernimmt den Notentext der Haydn-Gesamtausgabe und bürgt somit für höchste wissenschaftliche Qualität. Ein informatives Vorwort und ein kurzer Kritischer Bericht machen die handliche Partitur zum idealen Begleiter für alle Haydn-Fans und solche, die es werden wollen.
Joseph Haydns sogenannte Pariser Sinfonien entstanden 1785 und 1786 für die Pariser Freimaurerloge Société Olympique, die ein großes Orchester unterhielt und regelmäßig Konzerte veranstaltete. Kunstvolle motivische Arbeit und spielerischer Witz zeichnen die sechs Werke aus, in denen Haydn dem anspruchsvollen Geschmack des Pariser Publikums und den ausgezeichneten Fähigkeiten der Musiker seinen Tribut zollt. Durch Druckausgaben in Paris, Wien und London wurden die sechs Sinfonien schnell europaweit bekannt und beliebt. In der 1786 entstandenen Es-dur-Sinfonie besticht die farbenreiche Verwendung der Holzbläser, die auch mit solistischen Passagen hervortreten dürfen. Die Studien-Edition übernimmt den Notentext der Haydn-Gesamtausgabe und bürgt somit für höchste wissenschaftliche Qualität. Ein informatives Vorwort und ein kurzer Kritischer Bericht machen die handliche Partitur zum idealen Begleiter für alle Haydn-Fans und solche, die es werden wollen.
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