Carl Maria von Weber schrieb das vorliegende Konzert im Jahr 1811 für den Münchner Fagottisten Georg Friedrich Brandt. Das Datum der Uraufführung ist nicht bekannt, belegt ist jedoch eine Aufführung in Prag am 19. Februar 1813 durch Brandt, dem das Werk auch gewidmet ist. Webers Fagottkonzert gehört zusammen mit Mozarts B-dur-Konzert KV 191 (186e) zu den beliebtesten und meistgespielten Solokonzerten für das tiefe Holzblasinstrument. Dessen Qualitäten stellt Weber in jedem Satz in anderer Form unter Beweis, wie schon gleich die Hauptthemen zeigen: der Kopfsatz wird durch ein rhythmisch markantes Thema dominiert, im kleiner besetzten Adagio stehen kantable Passagen im Vordergrund und im abschließenden Rondo. Allegro darf der Solist sein Können von Anfang an durch große Intervallsprünge und rasche Spielfiguren unter Beweis stellen.
Carl Maria von Webers op. 35 ist ein passendes Begleitstück zu seinem berühmten Fagottkonzert Ebenso effektvoll geschrieben, kommen seine 'ungarischen' Rhythmen und Akzente dem Charakter des Instrumentes besonders entgegen. Die allgemein bekannte Version mit Klavierbegleitung beruht auf einer anonymen Bearbeitung, die etwa 40 Jahre nach dem Tode des Komponisten veröffentlicht wurde; ihr Solopart weicht in einer Reihe von Details vom Original des Komponisten ab. Deshalb ist die Wiederherstellung von Webers Text ohne Veränderungen durch einen Herausgeber das Ziel der vorliegenden Ausgabe. (William Waterhouse)
Die Fagottschule des Fagottvirtuosen und -pädagogen Julius Weissenborn (1837-1888) wurde von Carl Schaefer an die späteren technischen Entwicklungen des Fagotts angepasst und gehört in dieser Fassung- wie auch seine Kompositionen und Studien - bis heute zum Standardrepertoire. Diese zweisprachige Ausgabe in Deutsch und Englisch ist die später von Carl Scheafer überarbeitete Ausgabe des Lehrwerks.
Nach der Oboen- und Klarinettensonate bildet die Fagottsonate den Abschluss der Bläserkompositionen aus Saint-Saëns’ Todesjahr 1921 – zur außerdem geplanten Sonate für Englisch Horn kam es nicht mehr. Das humorvolle, technisch nicht allzu anspruchsvolle Werk lässt kaum ahnen, dass sich der Komponist mit diesem Instrument nicht sonderlich vertraut fühlte. In einem Brief gestand er seinem Verleger, dass er lieber einen Blick ins Lehrbuch geworfen habe, um sich bei einer hohen Stelle über den Tonumfang des Fagotts zu vergewissern. Probespiele mit dem späteren Widmungsträger Léon Letellier verliefen jedoch für beide zu höchster Zufriedenheit. Für die Veröffentlichung unserer Urtextausgabe dieser Sonate stand erstmals auch das Autograph zur Verfügung.?
Gordon Jacob had an outstanding knowledge of orchestral instruments and colours, nowhere better revealed than in the series of concertos written for wind instruments. Many of these, ideally suited to young players, are available with piano accompaniment as arranged by the composer, with the orchestral material available for rental.