Zwar gilt Froberger heute nicht mehr als Begründer der Klaviersuite. Trotzdem sind seine Suiten für Tasteninstrument zweifellos von großem Einfluss für die Entwicklung dieser Gattung gewesen. Besondere Berühmtheit erlangten seine programmatischen Suiten, von denen einige autobiographischen Charakter haben. Andere sind mit „Lamentation“ oder „Méditation“ überschrieben im Hinblick auf den bevorstehenden eigenen Tod. Alle Suiten werden nun erstmals im Urtext in einem Band veröffentlicht – ein beispielloses Kompendium der Froberger’schen Kunst, herausgegeben vom Cembalisten Pieter Dirksen. Ein Muss nicht nur für Froberger-Fans, sondern auch für Pianisten, die dieses Repertoire auf Klaviertasten erkunden möchten.
Die ungebrochene Beliebtheit von Vanhals einzigem Kontrabasskonzert in Wettbewerb, Probespiel und Konzert bietet Anlass, das Werk im „Breitkopf Urtext“ herauszubringen. Die Ausgabe profitiert dabei von der langjährigen Erfahrung Tobias Glöcklers. Wie bei den anderen großen Kontrabasskonzerten des klassischen Wiener Repertoires (Dittersdorf, Hoffmeister) kommt Glöckler zu überzeugenden Lösungen. Zunächst galt es, aus der nicht immer widerspruchsfreien und mit zahlreichen Nachträgen versehenen Quelle einen stimmigen Notentext herauszufiltern. Zusätzlich erforderte die Präsentation des Soloparts detaillierte aufführungspraktische Kenntnis, da das Werk in der historischen „Wiener Kontrabass-Stimmung“ geschrieben ist und einige Passagen auf einem modernen Instrument nicht ohne weiteres spielbar sind. Der Klavierauszug ermöglicht – wie bei Dittersdorf und Hoffmeister auch – drei verschiedene Kontrabass-Stimmungen (Solo-, Orchester- und Wiener Stimmung) und enthält zudem virtuose Kadenzen des Herausgebers.
„Man hat sie den Liebhabern der Orgel und des Claviers zu gefallen auf zwey Systeme gebracht. Ich hoffe auch durch diese Sammlung vielen Nutzen und vieles Vergnügen zu stiften. Der selige Verfasser hat meine Empfehlung nicht nöthig. Man ist von ihm gewohnt gewesen, nichts als Meisterstücke zu sehen.“ Dies schreibt Carl Philipp Emanuel Bach 1787 in der Vorrede zu der Epoche machenden Ausgabe der 371 vierstimmigen Choralgesänge . Klaus Schubert legt in seiner Ausgabe die berühmte Sammlung unter Berücksichtigung weiterer zeitgenössischer Quellen vor. Im Vorwort beschreibt der Herausgeber „eine ganze Spannbreite schöner und sinnvoller Möglichkeiten“, die Choralsänge in der Praxis nutzbar zu machen.
Little is known about the French-born musician Charles Dieupart (?before 1667-c.1740) before he settled in England in 1703 or slightly earlier. Hawkins wrote that he was a 'fine performer on the violin and also on the harpsichord', commenting on 'his neat and elegant manner of playing the [violin] solos of Corelli', and the music he composed in England also shows that he adopted the Italian style. His harpsichord music, however, reflects the earlier stage of his career when he primarily cultivated French and Germanic styles. The Six Suittes de Clavessin, published in 1701, contains most of the pieces that are known, nevertheless two manuscripts are important sources of interesting alternative versions of those in the printed collection, and of movements not known from elsewhere. The pieces unique to manuscript include the first five movements of a hitherto unpublished suite in E major.