Die Entstehung von Bergs Violinkonzert im Jahr 1935 ist von tragischen Umständen geprägt. Als die ersten Skizzen entworfen waren, starb Manon Gropius – die Tochter von Walter Gropius und Alma Mahler, mit der Berg freundschaftlich verbunden war – an Kinderlähmung. In Erinnerung an sie widmete er das Konzert „dem Andenken eines Engels“. Doch auch Alban Berg selbst starb noch 1935 – Uraufführung und Drucklegung erlebte er nicht mehr. Unsere Ausgabe – Violinstimme und Klavierauszug – geht auf die von Michael Kube herausgegebene Partitur zurück, die parallel samt Orchestermaterial und Taschenpartitur in Koproduktion im Verlag Breitkopf & Härtel erscheint; für die Bezeichnung der Violinstimme konnte der renommierte Geiger Frank Peter Zimmermann gewonnen werden. Diese Ausgabe ist weltweit lieferbar.
Jeder junge Geiger kennt Schuberts Sonatinen für Violine und Klavier. Der Titel Sonatinen geht auf den postumen Druck von 1836 zurück; Schubert selbst bezeichnete sie als „Sonaten“. Die Verkleinerungsform wurde wohl gewählt, weil die Stücke tatsächlich nicht allzu schwer sind, vielleicht auch aus Vermarktungsgründen. Mit ihrer typisch Schubert’schen Melodik und ihrer Lebendigkeit gehören sie zu den beliebtesten Stücken für die Besetzung Klavier und Violine überhaupt und sind im Katalog des Henle-Verlags (mit ihrer „frühen“ Verlagsnummer 6) immer schon ein Bestseller. Schubert komponierte sie 1816, also mit 19 Jahren. Die Erstausgabe weicht zum Teil erheblich vom Autograph ab, das jedoch glücklicherweise bis auf das Finale der 2. Sonatine erhalten ist. Für diesen Finalsatz musste der Erstdruck als Quelle herangezogen werden.
In einem Zeitraum von nur 15 Jahren – zwischen 1797 und 1812 – schrieb Ludwig van Beethoven seine zehn Violinsonaten. Anhand der sorgfältig überprüften Ausgabe sämtlicher Sonaten in 2 Bänden kann der Interpret Stück für Stück fasziniert feststellen, wie Beethoven das formale Sonatensatzprinzip bei jedem Werk neu gestaltet und variiert. Besonders wertvoll macht die Urtextausgabe, dass alle Sonaten auf Grundlage der erhaltenen Handschriften sowie der Originalausgaben ediert wurden, die Beethoven persönlich überwachte. Bei der Textgestaltung hat der Herausgeber das äußere Notenbild dieser Quellen möglichst genau zu erhalten versucht. So wird die ursprüngliche Schreibweise Beethovens in starker Anlehnung an die Vorlagen wiedergegeben, um die vom Komponisten gewünschten musikalischen Zusammenhänge plastisch zu verdeutlichen. Für all jene Geiger, die sich ihren eigenen Zugang zu Beethovens Violinsonaten erarbeiten möchten, liegt neben einer eingerichteten Stimme eine weitere Stimme ohne Fingersatz bei.
In einem Zeitraum von nur 15 Jahren – zwischen 1797 und 1812 – schrieb Ludwig van Beethoven seine zehn Violinsonaten. Anhand der sorgfältig überprüften Ausgabe sämtlicher Sonaten in 2 Bänden kann der Interpret Stück für Stück fasziniert feststellen, wie Beethoven das formale Sonatensatzprinzip bei jedem Werk neu gestaltet und variiert. Besonders wertvoll macht die Urtextausgabe, dass alle Sonaten auf Grundlage der erhaltenen Handschriften sowie der Originalausgaben ediert wurden, die Beethoven persönlich überwachte. Bei der Textgestaltung hat der Herausgeber das äußere Notenbild dieser Quellen möglichst genau zu erhalten versucht. So wird die ursprüngliche Schreibweise Beethovens in starker Anlehnung an die Vorlagen wiedergegeben, um die vom Komponisten gewünschten musikalischen Zusammenhänge plastisch zu verdeutlichen. Für all jene Geiger, die sich ihren eigenen Zugang zu Beethovens Violinsonaten erarbeiten möchten, liegt neben einer eingerichteten Stimme eine weitere Stimme ohne Fingersatz bei.
Keine kammermusikalische Gattung hat Mozart mit so vielen Werken – Sonaten und Variationen – bedacht, wie die des Duos für Klavier und Violine. Vor allem in den Sonaten hat er in immer neuen klanglichen und thematischen Verschränkungen und Kombinationen die Möglichkeiten des Zusammenspiels der beiden Instrumente ausgelotet und dabei Werke von purer, zeitloser Schönheit geschaffen, die dramatische Kraft, Eleganz und Gemütstiefe miteinander vereinen. Band I enthält die sechs auf der Reise nach Paris und in Paris selbst entstandenen und dort auch als Opus I veröffentlichten Sonaten. Die Spieler werden vielleicht die im Köchelver-zeichnis davor eingereihte Sonate KV 296 vermissen, die Mozart jedoch zusammen mit den fünf Stücken KV 376–380 veröffentlicht hat und die mit diesen in Band II aufgenommen wurde.
Beethovens Frühlingssonate ist eine seiner glücklichsten Eingebungen. Geiger und Pianisten gleichermaßen schätzen ihre tatsächlich frühlingshafte Anmut, ihre Innigkeit, ihren Esprit und ihre Kraft. Schon die frühen Rezensenten hoben auch hervor, dass die Sonate „bey weitem nicht so schwer auszuführen und also einem grössern Publikum zu empfehlen sei“. Das gilt auch heute noch und macht das Werk zu einer der populärsten Violinsonaten überhaupt.
Ludwig van Beethovens zwei Romanzen für Violine und Orchester in G-dur op. 40 und F-dur op. 50 sind dankbare Solostücke, die virtuose Technik und gestalterisches Feingefühl verlangen. Ihre einfache Anlage mit noblen Melodien und virtuosen Ausschmückungen im weiteren Verlauf machten sie schon zu Lebzeiten Beethovens beliebt. Die Klavierpartitur dieser Ausgabe basiert auf dem Urtext der Beethoven-Gesamtausgabe. Ernst Herttrich wartet im Vorwort der Henle-Urtextausgabe mit vielen interessanten Detailinformationen zu Entstehungsgeschichte und Anlage der beiden Romanzen auf. Die Fingersatzbezeichnungen stammen vom Violinvirtuosen Wolfgang Schneiderhan. Außerdem liegt eine unbezeichnete Solostimme bei.
Seit zwei Jahrzehnten ist die Henle-Ausgabe dieses Meisterwerkes der Violinliteratur ein Muss für alle ernsthaft interessierten Geiger. Nun legen wir einen nach den aktuellen Forschungsergebnissen der Beethoven-Gesamtausgabe revidierten Text vor. Ein neues Vorwort führt umfassend in die verwickelte Entstehungsgeschichte des Konzertes ein. Und als besonderen Clou enthält diese revidierte Ausgabe Kadenzen von Robert D. Levin!?
Mit dieser dritten Sonate beschloss Debussy, von Krankheit schwer gezeichnet, gezwungenermaßen seinen ursprünglich sechsteilig geplanten Zyklus. Während die Sonate für Cello und Klavier und diejenige für Flöte, Viola und Harfe im kompositorisch ungewöhnlich ertragreichen Kriegsjahr 1915 rasch niedergeschrieben wurden, erwies sich im Jahr darauf die Violinsonate für den Komponisten als schwierig. Vor allem mit dem Finale kämpfte er. Erst im April 1917 konnte er es an den Verlag Durand liefern. Das Ergebnis jedoch lässt die lange Vorgeschichte vergessen und präsentiert sich in vollendeter Klassizität und lebensfroh, wie der Komponist selbst bemerkte.
Dvoráks berühmte „Sinfonie aus der Neuen Welt“ enthält Wendungen, die die Stimmung von „Indianermelodien“ und Spirituals hervorrufen soll. Dazu zählen Pentatonik (Fünftonmusik) und synkopische Rhythmik. Auch in seiner Sonatine für Violine und Klavier op. 100, die er während seines ersten Amerikaaufenthalts zwischen 1892 und 1894 komponierte, blühen zarte Melodien aus dieser Klangwelt auf und machen die viersätzige Sonatine zu einem reizvollen Kammermusikwerk. Dvorák widmete das Werk seinen Kindern Otilie (15 Jahre) und Antonín (10 Jahre), so dass es auf das Können der jungen Pianistin und des kleinen Geigers abgestimmt ist. Jedoch schreibt Dvorák, „auch Große, Erwachsene, sollen sich damit unterhalten, wie sie eben können“. Die sorgfältig ausgearbeitete Henle-Urtextausgabe mit einem ausführlichen Vorwort über die Quellenlage stützt sich auf das Autograph und die bei Simrock erschienene Erstausgabe.
Die berühmte, wunderschöne erste der drei späten Violinsonaten, die Sonate a-moll op. 105, entstand in nur wenigen Tagen im September 1851. Der Geiger Florian Sonnleitner bemerkte im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der vorliegenden Ausgabe, dass er diese Sonate so gerne spiele, weil sie „in sehr gedrängter Form und in gnadenlosem a-moll einer der unmittelbarsten Spiegel des Seelenlebens Schumanns“ sei. Der Henle-Urtextausgabe liegen das Autograph und Schumanns Handexemplar des Erstdrucks zugrunde.
Wie Joseph Haydns Violinkonzert in C-dur Hob. VIIa:1 atmet auch das Konzert in A-dur Hob. VIIa:3 noch einen gewissen barocken Geist voller Schwung, technischer Brillanz und schönem, „italienischen“ Ton. Der Spieler kann hier also noch nicht Haydns Experimentierfreude der späteren Jahre erwarten. Das Konzert entstand vermutlich in der zweiten Hälfte der 1760er-Jahre für die Hofkapelle des Fürsten Esterházy, evtl. für den italienischen Konzertmeister Luigi Tomasini. Die Urtextausgabe basiert auf der ebenfalls im G. Henle Verlag erschienenen Haydn-Gesamtausgabe. Abgerundet wird die Ausgabe durch ausgefeilte Strichbezeichnungen und Fingersätze von Kurt Guntner sowie die von Franz Beyer erstellten Kadenzen.
Von Joseph Haydn sind drei Violinkonzerte überliefert, wobei jene in C-Dur und A-dur am Hofe des Fürsten Esterházy entstanden. Das Violinkonzert in G-dur Hob. VIIa:4 komponierte Haydn vermutlich Anfang der 1760er-Jahre noch vor seiner fürstlichen Anstellung. So verwundert es nicht, dass es sich von den beiden anderen Konzerten deutlich unterscheidet. Die Stimme der Solovioline geht praktisch nicht über die dritte Lage hinaus und der Schwerpunkt liegt mehr auf Sanglichkeit als auf Virtuosität. Für (jüngere) Geigenschüler bietet das Werk also eine gute Gelegenheit, sich erstmals mit dem Komponisten Haydn zu beschäftigen. Die Urtextausgabe basiert auf der ebenfalls im G. Henle Verlag erschienenen Haydn-Gesamtausgabe. In dem detaillierten Vorwort wird unter anderem die Echtheitsfrage diskutiert. Abgerundet wird die Ausgabe durch ausgefeilte Strichbezeichnungen und Fingersätze von Kurt Guntner sowie die von Franz Beyer erstellten Kadenzen.
Antonín Dvoráks Kammermusikschaffen umfasst mehr als vierzig Werke. Und dass er so rasch über die Grenzen Böhmens hinaus bekannt wurde, hat er nicht zuletzt vielen anspruchsvollen Musikliebhabern zu verdanken, die seine Werke gerne spielten. Im 19. Jahrhundert war häusliches Musizieren überall verbreitet. Auch Dvoráks Romantische Stücke für Violine und Klavier op. 75 waren zum Musizieren im privaten Kreis gedacht. Als Grundlage dieser Urtextausgabe zu op. 75 diente Dvoráks Autograph. Das Vorwort liefert viele Details zur Entstehungsgeschichte des Werks, das ursprünglich als Streichtrio konzipiert war. Als Herausgeber dieser Ausgabe konnte der Dvorák-Spezialist Milan Pospísil gewonnen werden.
Ursprünglich nur als kleines Duo für Geige und Klavier geplant, wuchs sich die Komposition im Herbst 1885 zu einer großen Sonate aus. Ihre ersten Aufführungen waren für Saint-Saëns mehr als ernüchternd, da die Geiger an den virtuosen Anforderungen vor allem des Finales scheiterten. Man werde sie „the hippogriff-sonata“ nennen, meinte er gegenüber seinem Verleger, um anzudeuten, dass der Geigenpart nur von einem Fabelwesen zu bewältigen sei. Inzwischen hat die Sonate ihre Schrecken weitgehend verloren und gehört trotz oder sogar wegen ihrer technischen Herausforderungen zu den beliebtesten Kammermusikwerken des französischen Meisters. Die Urtextausgabe berücksichtigt erstmals alle erhaltenen Quellen des Werks.
Nach Paganinis Tod mühten sich zahlreiche Musiker, dessen Position als „Teufelsgeiger“ einzunehmen, aber niemandem gelang dies so überzeugend wie dem Spanier Pablo de Sarasate. Dessen einzigartige Violintechnik begeisterte das Publikum vom ersten Auftreten an. Es lag also nahe, dass Sarasate sich hochvirtuose Stücke auf den Leib schrieb. Die 1877 entstandenen „Zigeunerweisen“ in Form eines breit angelegten ungarischen Csárdás vereinigen alle Raffinessen des halsbrecherischen Geigenspiels und stellen nach wie vor eine Herausforderung für alle großen Geiger dar. Für unsere Urtextausgabe konnten wir einen heutigen Hexenmeister der Geige, Ingolf Turban, für Fingersatz und Strichbezeichnungen gewinnen.
„Virtuosenstück im Stile einer ungarischen Rhapsodie“ – so lautet der Eintrag Ravels zur „Tzigane“ in der sogenannten „Autobiographischen Skizze“. Dieses 1924 entstandene Werk existiert in drei Fassungen: mit Klavier, mit Orchester und mit Luthéal, einer Vorrichtung für Tasteninstrumente zur Erweiterung des Klangspektrums. Angeregt wurde „Tzigane“ durch die ungarisch-englische Geigerin Jelly d’Aranyi, der Ravel bereits 1922 ein virtuoses Stück in der Nachfolge der „Ungarischen Rhapsodien“ von Franz Liszt versprochen hatte. Ravel kam nur langsam voran, so dass d’Aranyi die Noten erst vier Tage vor der Uraufführung erhielt – aber das Werk trotzdem mit Bravour aufführte.
1838 klagte Robert Schumann: „Das Klavier wird mir zu enge, ich höre bei meinen jetzigen Kompositionen oft noch eine Menge Sachen, die ich kaum andeuten kann.“ So widmete sich Schumann 1840 vor allem dem Lied. In den nächsten Jahren folgten Symphonien und Kammermusikwerke. Die „Märchenbilder op. 113 für Viola (oder Violine) und Klavier“ schrieb Schumann im März 1851. In den vier kurzen Charakterstücken herrscht eine elegische Stimmung. Als Überschriften tragen die vier Sätze nicht etwa Märchentitel, sondern schlicht Tempobezeichnungen: „Nicht schnell“, „Lebhaft“, „Rasch“ und abschließend „Langsam, mit melancholischem Ausdruck“. Das Autograph war bislang nicht zugänglich und wird in dieser Urtextausgabe erstmals ausgewertet. Dadurch konnten einige zweifelhafte Textstellen geklärt werden.
Die dritte Violinsonate Edvard Griegs gehört zu seinen wichtigsten Kompositionen und zählt, zusammen mit den Sonaten von Johannes Brahms und César Franck, zu den bedeutendsten Werken der Gattung aus dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Ihre Weltgeltung lässt sich unter anderem an der Tatsache ablesen, dass sie in Thomas Manns Roman "Doktor Faustus" Erwähnung findet. Die Sonate erfreut sich seit ihrer Entstehung anhaltend großer Beliebtheit, und so war es nun höchste Zeit, eine Ausgabe bei Henle vorzulegen. Ein Vorwort sowie ein ausführlicher Bemerkungsteil informieren über interessante Hintergründe zur Quellenlage dieses Werks.?
Im Halbjahrestakt bringt Henle seit geraumer Zeit die Werke Mozarts für Violine und Orchester (Urtext-Klavierauszug) heraus. Jetzt sind die drei Einzelsätze dran. Einzigartige Pretiosen der Violinliteratur und zu bekannt, um sie hier besonders anpreisen zu müssen. Die Solostimme ist jeweils ein lupenreiner Urtext, bereichert durch Kadenzen, "Eingänge" sowie Fingersatz- und Strichbezeichnungen, der Klavierauszug ist klangschön und einfach zu spielen. Oder um mit dem Geiger Mozart zu sprechen: "es geht wie öhl".?
Die Symphonie espagnole für Violine und Orchester ist wohl Lalos bekannteste Komposition und gehört zum festen Repertoire aller Geiger. Die Uraufführung am 7. Februar 1875 löste Begeisterung beim Pariser Publikum aus und wurde zum großen Durchbruch für Lalo. Er komponierte das Werk für seinen Freund Pablo de Sarasate, der es in seine Konzertprogramme aufnahm und rasch europaweit bekannt machte. Für diese Ausgabe konnten erstmals auch die autographen Manuskripte eingesehen werden.?
Henle präsentiert hiermit erstmals eine Urtextausgabe (übrigens auch die erste deutsche Ausgabe) des bekannten Violinkonzerts. Das ausführliche Vorwort gibt erschöpfend Auskunft über Entstehung und Quellenlage. Ernst Schliephake wurde bei der Ausarbeitung seiner Fingersätze und Strichbezeichnungen von Ruggiero Ricci beraten. Johannes Umbreit hat den guten Klavierauszug des Komponisten im Blick auf die Erfordernisse des Urtextes – größte Textnähe zur originalen Partitur – und gute Spielbarkeit überarbeitet.
In einem Zeitraum von nur fünfzehn Jahren (1797 bis 1812) schrieb Beethoven zehn Sonaten für Violine und Klavier. Beeindruckend, wie er auch in dieser Gattung das Prinzip verfolgte, bei jedem einzelnen Werk immer ein neues Modell zu finden. In der Sonate A-dur op. 47, die hier erstmals einzeln veröffentlicht wird, eröffnet sich schon mit dem kadenzartigen Beginn durch die unbegleitete Violine und dem durchweg konzertant-virtuosen Stil eine neue Dimension der Gattung. Auf dem originalen Titelblatt hatte Beethoven passend vermerkt: „scritta in un stilo molto concertante quasi come d’un Concerto“. Er widmete diese Sonate dem Pariser Violinisten Rodolphe Kreutzer, weshalb sie auch „Kreutzersonate“ genannt wird. Die sorgfältige Urtextausgabe basiert auf dem Fragment des Autographs, der deutschen Originalausgabe, englischen Erstausgabe sowie einer bedeutsamen Abschrift aus der Werkstatt des Kopisten W. Schlemmer, die der G. Henle Verlag aufgefunden hat. Diese von Beethoven korrigierte Kopie diente als Stichvorlage für die Originalausgabe. Der Herausgeber und Beethoven-Forscher Sieghard Brandenburg betreute dasselbe Werk auch in der Beethoven-Gesamtausgabe. Sein Vorwort mit wichtigen Details zur Edition rundet die Ausgabe dieses Meisterwerks ab.
Zum ersten Mal wird hiermit eine quellenkritische Ausgabe dieses prominenten Konzertes vorgelegt. Ullrich Scheideler schildert den Entstehungsprozess des Werkes, beschreibt die Quellen und kommentiert den Notentext. Der bekannte Geiger Igor Ozim richtet zum einen in unserer Ausgabe die von Mendelssohn freigegebene Violinstimme für den praktischen Gebrauch mit Fingersätzen und Bogenstrichangaben ein. Zum anderen zeigt er in einem eigenen Kommentarteil, dass bereits Mendelssohns Autograph dankbare Anregungen zur Ausformung der Solostimme bietet. Der Klavierauszug revidiert den Klavierpart der Erstausgabe. Ihn zeichnet gute Spielbarkeit bei größtmöglicher Satztreue aus.?
€30.40*
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