Konzert für Violine und Orchester op.69
Titel: "Konzert für Violine und Orchester op.69"
Willy Burkhard wurde am 17. April 1900 in Leubringen/Evilard im Kanton Bern in der Schweiz geboren. Von 1916 bis 1920 besuchte er das Lehrerseminar in Muristalden bei Bern und studierte Musik zunächst bei Ernst Graf in Bern, anschließend bei Robert Teichmüller und Sigfrid Karg-Elert in Leipzig, bei Walter Courvoisier in München und bei Max d'Ollone in Paris. 1924 kehrte er nach Bern zurück, wo er Musik unterrichtete, zunächst privat und ab 1928 am Berner Konservatorium, während er gleichzeitig Chöre und Kammerorchester dirigierte. 1933 zwang eine schwere Erkrankung Burkhard dazu, fast ein Jahrzehnt lang in Kurorten in Montana und Davos zu verbringen, um sich behandeln zu lassen. Nach seiner Genesung zog er 1942 nach Zürich, wo er bis 1955 am Konservatorium Theorie und Komposition unterrichtete. Zu seinen Schülern zählten Klaus Huber und Rudolf Kelteborn. 1950 wurde Burkhard mit dem Komponistenpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins und dem Musikpreis der Stadt Zürich ausgezeichnet.
Von der Fantasie für Klavier op. 1 aus dem Jahr 1922 bis hin zur späten Kantate Die Sintflut op. 97, der Suite für Flöte op. 98 und den Präludien für Klavier op. 99 schuf Burkhard ein vielfältiges Werk, das verschiedene Genres umfasste. Er schrieb eine Oper (Die schwarze Spinne op. 80, 1948/überarbeitet 1954), Oratorien (Das Gesicht Jesajas op. 41, 1933–35; Das Jahr op. 62, 1942), eine Messe (op. 85, 1951), Bühnenmusik zu Sophokles' Ödipus Rex (op. 72, 1944) sowie Chormusik mit und ohne Begleitung; zu seinen groß angelegten Instrumentalwerken zählen die Fantasie für Streichorchester op. 40, aufgeführt 1935 in Prag beim Festival der Internationalen Gesellschaft für zeitgenössische Musik (ISCM), die Sinfonie in einem Satz op. 73 (1944), das Konzertstück op. 75 (1945), das Konzert für Viola und Orchester op. 93 (1953) sowie zwei Violinkonzerte: das frühe op. 7 von 1925 und das op. 69 der vorliegenden Ausgabe.
Das Konzert für Violine und Orchester op. 69, ein Werk, das den unverwechselbaren Stil des Komponisten verkörpert, entstand 1943 und ist der Geigerin Stefi Geyer sowie dem Dirigenten und Mäzen Paul Sacher gewidmet. Nach der Uraufführung 1945 folgten weitere Aufführungen durch das Musikkollegium Winterthur unter der Leitung von Victor Desarzens im Jahr 1958 sowie durch Hansheinz Schneeberger und das Orchestre de la Suisse Romande unter der Leitung von Ernest Ansermet in den Jahren 1964–65. In den 1960er Jahren wurde es von Schneeberger und dem Orchestre de chambre de Lausanne unter der Leitung von Desarzens aufgenommen, in den 1990er Jahren von Sibylle Tschopp und dem Stadtorchester Winterthur unter der Leitung von Nicholas Carthy.
Maria Theofili, 2026
| Ausgabe: | Studienpartitur |
|---|---|
| Besetzung: | Violine und Orchester |
| Erscheinungsjahr: | 2026 |
| Reihe: | Repertoire Explorer |
| Komponist: | Burkhard, Willy |
| EAN: | 2560001704904 |
| Verlag: | Musikproduktion Jürgen Höflich - MPH |